Eine kleine Andacht

Zombies in Jerusalem


Ich kann mich noch gut an die ersten Zombie Filme erinnern. In meiner Teenagerzeit kamen die ersten „Streifen“ dieser Art ins Kino. Diese Art Horror faszinierte mich, jedoch verursachten die neuen Eindrücke so manche schlaflose Nacht. Die Untoten verfolgten mich in meinen Träumen. Und jetzt lese ich im „Tatsachenbericht Bibel“, dass das absolut reell gewesen sein soll!?


Der Evangelist Matthäus berichtet in Kapitel 27, 50 – 53 folgendes: „Jesus aber schrie wieder mit lauter Stimme und gab den Geist auf. Und siehe, der Vorhang des Tempels zerriss in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen, und die Grüfte öffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt, und sie gingen nach seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die Heilige Stadt und erschienen vielen“.


Da bin ich baff! Was haben die wandelnden Leichen in jener Nacht wohl in Jerusalem angestellt? Kaffee getrunken, Schabernack gespielt, Süßes erpresst ala Halloween?  Haben die Untoten sich etwa bei den Jüngern vorgestellt und geistliche Gespräche geführt? Was ist mit den Untoten passiert – sind sie etwa wieder ins Grab hinab gestiegen oder leben diese in etwa heute noch unter uns…?? Wahrlich, ein seltsam anmutender, verwirrender Text, der einem einen leichten Schauer auf den Rücken zaubern kann…


Was bezweckte Matthäus mit diesem Bericht, fehlt diese Begebenheit doch völlig in den anderen Evangelien? Will er beeindrucken, und den nahenden Auferstehungsbericht vergrößern?  Oder kann es nicht einfach so gewesen sein, dass manche Jünger halluzinierten und die Story mit aufgerissenen Augen den anderen in den Folgetagen am Lagerfeuer erzählten? Die Elf hatten doch in der Tat aufregende Tage hinter sich: Nach dem herzlichen Willkommensmarsch durch Jerusalem, hinter ihrem Meister Jesus her, erfolgte sehr schnell die krasse Wende... Das Volk veränderte seine Meinung um 180 Grad und forderte bald mit den Hohepriestern und Pharisäern die Hinrichtung des Wanderpredigers.


Wie wirkten diese sich schnell wandelnden Ereignisse auf die Jünger? Unter ihnen war angeblich auch Matthäus, der Verfasser der Schrift. Ich kann mir gut vorstellen, dass sie Angst, Fluchtgedanken, damit einhergehende Konflikte und Vorwürfe an sich selbst, den Meister in seinen schweren Stunden zu verlassen, dazu noch bleierne Müdigkeit verspürten. Man kann sagen, sie durchlebten ein regelrechtes  Gefühlschaos über Tage hinweg… Horror- und Zombie-Nächte! Ja, Schlafmangel und Ängste können zu psychischen Störungen führen. Es ist verständlich, dass einem dadurch sogar Zombies im Tagtraum erscheinen!


Mein Tipp deshalb: Probleme frühzeitig bearbeiten, mit anderen Menschen darüber reden und vor allem: früh ins Bett gehen und mal wieder so richtig ausschlafen!

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Elia und das schwimmende Eisen

 

2. Könige 6, 4 – 7 „So ging er (Elia) mit ihnen. Und sie kamen an den Jordan und hieben die Bäume um. Es geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie auf und sagte: Ach mein Herr – und dabei ist es doch geliehen! Der Mann Gottes (Elia) aber sagte: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle. Da schnitt er ein Stück Holz ab und warf es hinein und brachte das Eisen zum Schwimmen. Und er sagte: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es“.

Eine wunderbare Wundergeschichte! Keine Krankenheilung und keine Totenauferweckung. Nein, in diesem Fall half Gott ganz schnell, unbürokratisch und selbstlos - einem einfachen Waldarbeiter in seiner Not. Das war gut so, denn der arme Mann war in beträchtlicher Bedrängnis, könnte er doch aufgrund des schlimmen Verlustes großen Ärger mit seinem Nachbarn bekommen. Doch Hilfe war an Ort und Stelle. Durch die Hand des Dieners Elia verwandelte der Herr die chemische Struktur des Metalls. Es wurde leichter wie Wasser, bekam Auftrieb und fing an auf dem Wasser zu schwimmen. Das Eisen wurde vom Waldarbeiter frohen Mutes wieder eingesteckt! Gott sei Dank – alles nochmal gut gegangen!

Als ich so darüber nachdachte, fiel mir ein etwas größeres „Eisenunglück“ ein: der Untergang der Titanic mit 1.517 Todesopfern, am 15. April 1912. Ich frage mich, ob es dem Allmächtigen nicht möglich war auch hier zu helfen? Stand es nicht in seiner Macht dem „Metallsarg Titanic“ Auftrieb zu verleihen? Wenigstens so lange, bis die Rettungsschiffe vor Ort waren? Zeitzeugen berichteten, dass viele Passagiere den Namen des Allerhöchsten riefen und ihn um Hilfe anflehten. Laut den Titanic-Berichten spielte die Schiffsband sogar den Kirchen-Choral „Näher mein Gott, zu dir“… bis kurz vor dem Untergang des Schiffes. Aber nichts passierte. Ich verstehe ehrlich gesagt diese Untätigkeit nicht!

Oder hat Gott womöglich das Lied der Schiffs-Band wörtlich genommen?