Eine kleine Andacht

Elia und das schwimmende Eisen

2. Könige 6, 4 – 7 „So ging er (Elia) mit ihnen. Und sie kamen an den Jordan und hieben die Bäume um. Es geschah aber, als einer einen Balken fällte, da fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie auf und sagte: Ach mein Herr – und dabei ist es doch geliehen! Der Mann Gottes (Elia) aber sagte: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle. Da schnitt er ein Stück Holz ab und warf es hinein und brachte das Eisen zum Schwimmen. Und er sagte: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es“.

Eine wunderbare Wundergeschichte! Keine Krankenheilung und keine Totenauferweckung. Nein, in diesem Fall half Gott ganz schnell, unbürokratisch und selbstlos - einem einfachen Waldarbeiter in seiner Not. Das war gut so, denn der arme Mann war in beträchtlicher Bedrängnis, könnte er doch aufgrund des schlimmen Verlustes großen Ärger mit seinem Nachbarn bekommen. Doch Hilfe war an Ort und Stelle. Durch die Hand des Dieners Elia verwandelte der Herr die chemische Struktur des Metalls. Es wurde leichter wie Wasser, bekam Auftrieb und fing an auf dem Wasser zu schwimmen. Das Eisen wurde vom Waldarbeiter frohen Mutes wieder eingesteckt! Gott sei Dank – alles nochmal gut gegangen!

Als ich so darüber nachdachte, fiel mir ein etwas größeres „Eisenunglück“ ein: der Untergang der Titanic mit 1.517 Todesopfern. Sie erinnern sich bestimmt noch an den 15. April 1912? Ich frage mich, ob es dem Allmächtigen nicht möglich war auch hier zu helfen? Stand es nicht in seiner Macht dem „Metallsarg Titanic“ Auftrieb zu verleihen? Wenigstens so lange, bis die Rettungsschiffe vor Ort waren? Zeitzeugen berichteten, dass viele Passagiere den Namen des Allerhöchsten riefen und ihn um Hilfe anflehten. Laut den Titanic-Berichten spielte die Schiffsband sogar den Kirchen-Choral „Näher mein Gott, zu dir“… bis kurz vor dem Untergang des Schiffes. Aber nichts passierte. Ich verstehe ehrlich gesagt diese Untätigkeit nicht!

Oder hat Gott womöglich das Lied der Schiffs-Band wörtlich genommen?