Blick ins Buch


Inhaltsverzeichnis

 

Vorwort.......................................................................................................... 7

Meine Kindheit / erste Berührungen mit dem Glauben.......................... 10

Winnetou bekehrt sich............................................................................ 12

Mit den Pfadfindern unterwegs............................................................... 13

Rock’n Roll in the Name of the Lord....................................................... 16

Heimbibelstudium beim Zeugen Jehova................................................. 17

Ein Traktat hilft weiter.............................................................................. 20

Glauben mit Gewissensbissen................................................................ 21

Polizeidienst / Erfahrungen zwischen Leben und Tod............................. 23

Bohrende Ängste.................................................................................... 26

Orientierung in Politik und Kirche............................................................ 28

Was ist bloß mit der Ines los?................................................................. 30

Kleiner Exkurs: Wunderheilungen / Reinhard Bonnke............................ 34

Erstes Schnuppern in der Freikirche....................................................... 38

Kleiner Exkurs – Taufe im Heiligen Geist & Beten in Zungen................. 40

Ex-Rocker Olli auf Bekehrungstour........................................................ 44

Leben in der Sendungsgemeinde........................................................... 50

Glaubensgrundkurs und die dunkle Seite der Frohbotschaft.................. 50

Jeder Christ – ein Evangelist.................................................................. 52

Sind Christen Freunde über den Glauben hinaus?................................ 53

Erweckung hat seinen Preis!.................................................................. 57

Der erweckte Konrad.............................................................................. 62

Die frohe Botschaft in der FuZo............................................................. 64

Evangelist Sam Green........................................................................... 70

Hauskreise............................................................................................. 75

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.................................................... 78

Hauskreis aktiv in Bosnien..................................................................... 83

Hauskreis im geistlichen Kampf............................................................. 85

Die katholische Kirche informiert........................................................... 88

Leben im Hauskreis............................................................................... 89

Erfolgreiche Hauskreis-Evangelisation.................................................. 91

Kleiner Exkurs: Evangelisation - authentisch oder gepuscht?.............. 95

Der Anfang vom Ende der Erweckung............................................. .. 101

Gemeindeleitung................................................................................. 106

Frauen an die Macht................................................................................ 106

Leiter unter der Leitung des Geistes?..................................................... 109

Kleiner Exkurs: Christen als Weltenrichter.............................................. 111

Bruder Julian und Gottes sonderbare Wege.......................................... 114

Trompeten für den Sieg........................................................................... 123

Wenn die bunten Fahnen wehen….......................................................... 123

Salbungen................................................................................................ 125

Gottesdienst und Gottespräsents.......................................................... 126

Lobpreiswolken....................................................................................... 126

Und der Herr spricht …............................................................................ 129

Zeugnis-Zeit............................................................................................ 134

Predigt..................................................................................................... 136

Aufruf...................................................................................................... 137

Kinderkirche, Jungschar, Majestic Scouts............................................ 139

Männertreffen......................................................................................... 145

Der soziale Auftrag................................................................................. 148

WG Mühlstraße....................................................................................... 153

WG Fuldern............................................................................................. 156

Kleiner Exkurs: Sündigen auch in Gedanken........................................ 185

Zwei besondere Bewohner - ehemalige „Knackis“.............................. 191

Tag der offenen Tür............................................................................... 200

Power Abend und WG-Freizeit.............................................................. 201

Werner Dannemann.............................................................................. 204

Eine interessante Mühle....................................................................... 207

Abschied von Fuldern........................................................................... 213

Vesperkirche......................................................................................... 216

Meine letzten Glaubensjahre............................................................... 219

Mein Ausstieg....................................................................................... 221

Mein letztes Gebet................................................................................ 223

Was ich heute glaube........................................................................... 224

Zukunftsprognosen.............................................................................. 227

 

Buch Teil II....................................................................................... 233

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse kontra Schöpfungslehr......... 236

Die Verlassenheit des Volkes Israel – Holocaust............................ 247

Ein Brief an den biblischen Chef-Autor............................................... 257

Henoch................................................................................................. 259

Lots Frau erstarrt zur Salzsäule...................................................... 260

Leckere Essensempfehlungen........................................................ 261

Simson und der Eselskinnbacken................................................... 261

Jesus verflucht den Feigenbaum.................................................... 262

Sünde gegen den Heiligen Geist.................................................... 263

Elia und das schwimmende Eisen.................................................. 264

Der verschluckte Prophet............................................................... 265

Rechenkünste beim Propheten Esra.............................................. 266

Zombies in Jerusalem..................................................................... 267

Kaskade der Ungereimtheiten......................................................... 268

Kaskade 1 Der Fall der Engel......................................................... 270

Kaskade 2 Fehler im Bauplan – Gott ein liebevoller Vater?............ 272

Kaskade 3 Was sucht der Teufel im Paradies?............................... 275

Kaskade 4 Der Mensch überhaupt schuldfähig?............................. 278

Kaskade 5 Sünde, Sünde und nochmals Sünde............................. 281

Kaskade 6 Ein professioneller Zeitplan?......................................... 286

Kaskade 7 Blut muss fließen........................................................... 294

Kaskade 8  Ein zweifelhaftes Opfer................................................. 297

Kaskade 9 Die Verantwortlichkeit der Gläubigen............................ 301

Kaskade 10 Die Früchte des Christentums..................................... 306

Kreuzzüge............................................................................................ 308

Hexenwahn.......................................................................................... 309

Judenverfolgung.......................................................................... 311

Inquisition.................................................................................... 315

    Gräuel christlicher Landnahmen................................................. 319

Kaskade 11 Die große Abrechnung................................................. 326

Kaskade 12 Himmlische Orte.......................................................... 330

Die Quelle – bereits infiziert?........................................................... 333

 

 

 

Zeugnis-Zeit  Seite 134

 

Alle paar Wochen ermutigte der Pastor die Gemeinde, dass man nach vorne kommen dürfe, um „Zeugnis zu geben“. Das hört sich nach Vergabe von Schulnoten an die Gemeinde an, hat aber damit nichts zu tun. Zeugnis geben bedeutete ganz einfach, dass Gläubige von ihren Erlebnissen mit Gott erzählen durften. Eine spannende Angelegenheit! Der christliche Glaube in Aktion – biblische Verheißungen auf dem Prüfstand! Berichte über die göttliche Beantwortung von Gebeten, der Bewahrung von Unfällen und Krankheiten, Wunder und Himmlische Begegnungen folgten… der  Glauben der Gläubigen sollte gestärkt werden, Ungläubige sollten über den lebendigen Gott staunen.

 

Wie auch in den Geistesgaben kamen Leute an das Mikrofon, die sich selbst gerne reden hörten. Wenn sie kein Wunder vorweisen konnten, erzählten sie eine Story aus ihrem Leben und verkauften das als Gottes Wirken. Der Beifall der Zuhörer war ihnen gewiss, das Klatschten war zwar verhalten, aber immer freundlich. Es waren hunderte von Erzählungen, die ich in meinen 25 Jahren Gemeindemitgliedschaft hörte. Jeder Bericht verwies auf das Wirken oder Eingreifen Gottes im Leben von Menschen.

 

Ich konnte mich schon damals nicht des Eindrucks erwehren, dass in vielen Fällen kräftig übertrieben oder das Erlebnis lediglich mit der aufgesetzten „Glaubensbrille“ bewertet wurde. Mir ist nie ein Bericht zu Ohren gekommen, der Enttäuschung über Gottes fehlendes Wirken zum Ausdruck gebracht hätte. Z.B. schon „tausendmal“ für einen schwerkranken Menschen gebetet - und nichts, aber auch gar nichts war passiert. Obwohl solche Erfahrungen täglich von den Gläubigen erlebt wurden, quetschte man bei Zeugnis-Zeiten mühevoll Wunderbares hervor.

 

Es gab mehrere Bereiche von Zeugnisthemen. Ein großer Aspekt nahmen Erlebnisse im Straßenverkehr ein…z.B. „Plötzlich hörte ich eine Stimme in mir, die mich aufforderte langsamer zu fahren und abzubiegen…. später erfuhr ich aus dem Radio, dass ein paar Kilometer weiter, ein furchtbarer Unfall passiert war – Preis dem Herrn, er hat mich bewahrt – sonst wäre ich womöglich aufgefahren!“

Ein weiteres großes Zeugnisthema war der Bereich „Verloren – gefunden“. Hier gab es die abenteuerlichsten Storys. Z.B. „…Ich hatte meinen Schlüsselbund verloren, gesucht und gesucht, alles umgekrempelt - dann kam plötzlich Gottes Stimme zu mir: schau doch mal in den Bücherregalen nach – tatsächlich, da lag er und obendrauf fand ich einen Geldschein, an den ich gar nicht mehr gedacht hatte. Preis dem Herrn, er hat mir die Stelle gezeigt, ich fand meinen Schlüsselbund und Gott hat mich obendrauf noch mit Geld gesegnet!“

Heilungszeugnisse wurden immer gerne gehört: „…Ich hatte furchtbare Knieschmerzen, war im Gebetstreff, es wurde für mich gebetet und, was soll ich sagen, der Schmerz ist zwar nicht ganz weg, aber ich fühl mich schon sehr viel besser. Preis dem Herrn, er hat angefangen zu wirken und wird es auch vollenden!“

 

Tief beeindruckt waren die Zuhörer stets, wenn jemand Berichte von der Begegnung mit leibhaftigen Engeln oder der Wahrnehmung einer Stimme zum Besten gab. Siglinde war eine Glaubensschwester die diesen Themenbereich gern bediente. Erfahrung mit Übernatürlichem war ihr vertraut, denn sie hatte sich nach vielen Jahren in der Esoterik zu Jesus bekehrt. Sie berichtete den Anwesenden mit ernster Miene und leiser Stimme, dass sie während der Anbetungszeit Engel im Gottesdienst gesehen hätte.

Die Engel wären z.B. an der Türe gestanden. Bei bestimmten Liedern hätten sie sich tief verneigt… Ein andermal erzählte Siglinde, dass sie einen mächtigen, riesigen Engel vorne auf der Bühne stehen gesehen habe – mit einem goldenen Schwert in der Hand. Er habe die Klinge aus der Scheide gezogen und über uns alle gehalten… Ein andermal berichtete sie von einem Engel auf dem Podium, der sich vor dem Holzkreuz in anbetender Haltung nieder gekniet habe…

 

Solche Wahrnehmungen von der verschlossenen, unsichtbaren Welt beeindruckten sehr - sehnten sich doch die meisten nach ähnlichen Erlebnissen.....